Liebe Leser,
schon früh stand für mich fest, dass ich gerne während meines Studiums an der Hochschule München ein Auslandssemester machen wollte. Durch die finanzielle Unabhängigkeit die durch das Dual-Studium geschaffen wird und mit der Unterstützung der Firma, wurde mir dies einfach und unkompliziert ermöglicht.
Mein Semester an der University of New Orleans (UNO) begann im August 2012. Nach einigen doch recht aufwendigen bürokratischen Hürden bezog ich am 14. August mein Studentenapartment auf dem Campus der Universität. In der ersten Woche fanden alle Einführungsveranstaltungen in denen wir über die dortigen Gesetze, Umgangsweisen und besonderen Eigenheiten der New Orleaner informiert wurden, statt. Zu Beginn war es sehr einfach neue Leute kennen zu lernen und
Kontakte zu knüpfen, da jeder „International“ zu Beginn um Anschluss froh ist. Das Studium in den USA unterscheidet sich von der Studienweise an deutschen Universitäten. Bei allen Vorlesungen gilt Anwesenheitspflicht und es werden mehrere Prüfungen während des Semesters geschrieben. Des Weiteren gibt es „Credits“ für Mitarbeit, Anwesenheit, Teilnahme an Studien und für Vorträge. Für mich war es zu Beginn eine große Umstellung durchgehend zu lernen. Insgesamt belegte ich fünf Kurse an der UNO; Sales Management, Principles of Macroeconomics, International Management,
Personal Adjustment und Human Sexual Behavior. Die beiden letzteren ohne Relevanz für mein Studium. Außerordentlich gut gefiel mir die enge Zusammenarbeit mit den Professoren. Nach bereits kurzer Zeit hat sich ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickelt, welches inspirierend und motivierend war.
Das Leben in „The Big Easy“ wie New Orleans auch liebevoll genannt wird war sehr angenehm und das nicht nur wegen dem warmen Klima. Die Menschen dort sind alle sehr freundlich, so ist es nicht verwunderlich
wenn man im Supermarkt oder von der Professorin mit „Sweety“ oder „Honey“ angeredet wird.
Als großer Sportfan genoss ich den hohen Stellenwert, den Sport an amerikanischen Universitäten hat. In der Lakefront Arena die ca. 10000 Besucher fasst hat es großen Spaß gemacht das UNO Basketball Team anzufeuern. Dies stärkte auch das Verbundenheitsgefühl mit der Universität. Das kostenlose Fitnessstudio für Studenten mit Sauna, Schwimmbad, Indoor 400m lauf strecke, Volleyball- und Basketballfeldern ist besser ausgestattet, als die meisten Premium Fitnessstudios die ich kenne. Es war immer ein schöner Ort um mit Freunden zu trainieren oder abzuschalten. Ich konnte alle Kurse in dem Semester mit der
Höchstnote abschließen, worüber sich mein Notendurchschnitt sehr freut. Die Professoren waren immer sehr zufrieden und angetan von der Deutschen Arbeitsweise und freuten sich über uns im Kurs.
Abgesehen vom Studieren konnte ich während meines Semesters auch viel reisen. Bereits in meiner dritten Woche in New Orleans mussten wir aufgrund von Hurrikan Isaac evakuieren und so sind wir nach Huston gefahren. Uns und unserem Apartment ist zum Glück nichts passiert, leider hatte nicht jeder so viel Glück wie wir. In den Semesterpausen und nach dem Semesterende bin ich dann noch mit Kommilitonen nach Miami, San Francisco, in den Yosemite National Park, Los Angeles, Las Vegas, Grand Canyon und San Diego gereist.
Mein Auslandssemester war ein riesen Erfolg und eine tolle Erfahrung die ich nicht mehr missen möchte. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken die mir das ermöglicht haben und bei den Leuten vor Ort, mit denen ich so eine schöne Zeit verbringen durfte. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen, danke. Dies war natürlich ein überaus kurzer und oberflächlicher Überblick, da fünf Monate in einem Blogbeitrag zusammenzufassen unmöglich ist.
Sollten Sie noch Fragen haben freue ich mich, Ihre Kommentare zu beantworten.





